01/07/2010 Geschlossen

Bis auf Weiteres habe ich eigentlich nichts zu sagen. Nicht hier. Und für die Nicht-Aktualität dieser Seite entschuldige ich mich auch nicht. Nicht bei Ihnen.
 
04/03/2010 Barbara Rosenkranz oder Ja muss denn das sein?!

Für die Bundespräsident_innenwahl wird aber auch jede_r zugelassen, oder? Keine Mittel und Wege in petto?
 
18/02/2010 Wegsperren

Von einem 14-Jährigen Burschen mit Migrationshintergrund zu hören, der wegen nicht viel eingesperrt wurde und eingesperrt bleibt, macht mich nicht nur traurig, sondern auch wütend. Und bitte was ist das für ein Strafrecht, das so etwas ermöglicht? Wegsperren... Pf! Wenn ich das schon höre!
 
17/02/2010 In der Regel auf elektronischem Weg übertragene Nachricht, die der Empfängerin unverlangt zugestellt wird und häufig werbenden Inhalt hat

"Hallo die Nadine.. Ich bin der Josef und ich bin mit einer Sexseite angetroffen,weil ich eigentlich nun Sex mit Frauen aussuche,deswegen bitte ich dich auf obere E-Mailadresse mir zu antworten.. Bis bald..
Josef"


Oida!
 
15/02/2010 Plädoyer für emissionsfreundliche Fortbewegung

Mein Fahrrad ist mein Jaguar, mein Fußtaxi die Alternative. Und beides sind meine Autoersätze. Nicht bloß der Umwelt wegen, aber es fühlt sich schon auch deshalb besser an. Doch meine Wege über Sport im Jaguar zu gehen, hat auch etwas von 2 Fliegen und 1 Klappe. Und wenn ich mal mit meiner Jaguaralternative unterwegs bin, wirkt das zwar schnell irgendwie langsam, fühlt sich aber immer noch an wie mindestens Meditation.
 
27/01/2010 Schamesröte

Ich schäme mich, denke ich, überdurchschnittlich oft fremd. Anstrengend. Geht aber ganz wie von selbst. Peter Licht würde wohl sagen: Da kann man nix machen! Ich nehm's hin und tu, als wär die Schamesröte in meinem Gesicht einfach bloß eine gesunde Farbe.
 
18/12/2009 Ein Schuss gefällig?

Die gestrige Sache lässt mir keine Ruhe und ich weiß auch wieso: Weil ich keine Satisfaktion bekommen habe, deswegen, nur dass ihr's wisst! Und jetzt kommt mir nicht mit Frauen seien nicht satisfaktionsfähig! Mumpitz! Gebt mir eine Pistole an die Hand, ich schieß den Kerl tot!
 
17/12/2009 Doppelt und dreifach

Ich hasse es! Radfahren in der Stadt ist per se kein Spaß! Dann kommen mir noch einzelne Autofahrer_innen so, kurze Geschichte, herhören: Eine gut aussehende, ja was sag ich, super gut aussehende, intelligente, gestresste, aber nichts desto trotz immerzu freundliche noch junge Radfahrerin fährt unschuldig und ganz gemäß den werten Verkehrsregeln die Straße entlang. Hier haben wir uns vorzustellen: kein Radweg. Sie fährt im Folgenden von der Straße, wo wir uns soeben keinen Radweg vorgestellt haben, auf den darauf folgenden Radweg. Dass sie zuvor auf der Straße gefahren war, weil – nur zur Erinnerung – kein Radweg, hat da einem Taxifahrer so ganz und gar nicht gefallen und hat ihr in den Arsch gehupt. In den Arsch hupen lässt sich diese auch ohne Fremdgeräusche gestresste Radfahrerin aber gar nicht gern, ganz und gar nicht gern nämlich, hat folglich die Konsequenz gezogen, die eine Hand hochgerissen (mit der anderen hielt sie die Lenkstange - freihändig fahren kann sie nicht) und dem mittlerweile an ihr vorbeigezogenen Taxifahrer samt Kundschaft die Hand gezeigt (den Finger – Sie wissen schon – konnte sie nicht, wir müssen uns vorstellen: sie trug Fäustlinge, es war kalt, minus 4 Grad, das schränkt die zur Verfügung stehenden Kommunikationssymbole deutlich ein). Die gut aussehende, intelligente, nun noch mehr gestresste Radfahrerin fährt weiter, nicht wenig böse jetzt. Wir müssen uns vorstellen: Sie kommt sich ungerecht behandelt vor, das ist nie kein angenehmes Gefühl nicht, und der Taxifahrer erdreistet sich doch glatt, ihr vor der Nase noch in den Radweg zu kurven, quasi als: "Aber dir zeig ich’s, Schlampe!" Bei der nächsten Ampel fährt sie drüber ohne besondere Vorkommnisse. Was? Aber selbstverständlich bei grün, was glauben Sie denn?! Aber bei der übernächsten! Krieg! Fährt unsere gut aussehende Radfahrerin zwischen zwei Autospuren auf ihrem Radweg entlang, regelkonform, nichts Böses ahnend nicht. Wechselt die Ampel, auf die unsere Radfahrerin nun zufährt, von gelb auf grün, fahren die Autos zu ihrer Rechten und zu Ihrer Linken langsam los, eins nach dem andern, bis jetzt nichts Ungewöhnliches zu vermelden. Das circa dritte anstartende Auto ist der Taxifahrer, mit dem sie, wie wir wissen, bereits Bekanntschaft geschlossen hat, unfreiwillig, keine Frage, aber eben doch. Dieser wiederum sieht sie im Rückspiegel herantreteln, wartet bis sie neben ihm fährt und – das muss man sich erst einmal vorstellen! – lenkt sein Auto immer näher an sie heran und drängt sie von ihrem Fahrradweg runter und in die linkerhand fahrenden Autos rein. Sie? Glaubt es kaum und kämpft kurz noch um ihren ihr rechtmäßig zustehenden Platz, da geht’s schon allein um’s Prinzip, danach aber nur noch um ihr Leben. Man muss wissen, wann der Kampf verloren ist. Napoleon zB wusste es ja nicht, sie aber weiß es. Ja, Radfahrer_innen haben auf der Straße kein leichtes Leben! Was könnt ich Geschichten erzählen! Jedenfalls hat die intelligente Radfahrerin vor lauter verabsäumt, das Kennzeichen zu notieren. Nun sind Zeugen und Zeuginnen dieser illegalen Aktion gesucht. Sachdienliche Hinweise bitte an die Agentin der Beschädigten. Spendengelder auch. Und im Übrigen soll der bloß nicht denken, dass er einfach so davonkommt, und wenn sie’s ihm literarisch heimzahlt, heimgezahlt wird! Aus! Basta! Hasta la vista! Quasi: "Deine Tage sind gezählt, Freundchen!" Jetzt werden andere Saiten aufgezogen!
 
16/12/2009 Zur Schau stellen, was man hat

Ab nun wird ums nackte Überleben getwittert. Weil's lustig ist und man sich keine Gedanken um die Folgen macht, man macht einfach: twitter.com/nadinekegele
 
08/12/2009 Gezeiten

Jemandem von Liebesdingen reden, am Besten in eine warme Ohrmuschel gesäuselt. Muss nicht gemeint sein für immerzu, Momentaufnahmen werden selbstgefällig als ausreichend wahrgenommen. Dabei Kaffee schlürfen - laut, und nackt, was sonst -, auf dessen gehäkeltem Milchschaumhäubchen ein lecker Kakaoherz aufgebröselt ist. Mächtig motiviert, mächtig ins Zeug gelegt. Die Szene dann großspurig Romantik nennen, wie den Albumtitel einer Lieblingsband. Weil Zeiten gehen, und kommen hernach wieder. So was nennt sich Verlass. Die innere Uhr der hohen See in Liebessachen. -- Kunstgeplänkel! Irrelevant! Aber alle Achtung: Nicht irreversibel.

20/11/2009 Ruhe. In persona

1. Hilferuf gestartet - siehe "Bilder".
2. Chronisch überarbeitet, obwohl ich nicht viel mache - das mache mir erst mal jmd nach!
3. Möchte meinen (verbalen) Schlagarm loswerden, lieber in mir ruhendes Gewässer sein.
4. Mache Yoga. Könnte helfen.
5. Eine der Katzen schnarcht, wenn sie sich unbeobachtet wähnt.


17/11/2009 Halbe Sachen

Ok, die "Homo-Ehe" ist jetzt und sie ist light. Mehr geht nicht, ’s ist eh schon viel, sagt so circa die Regierung, die Einbeziehung des Standesamts aber, die ist nicht drin. "Das Erreichbare wurde erreicht. Die ÖVP hat sich bewegt" sagt der Pressesprecher des Vizekanzlers Pröll. Auch eine gute Taktik: Zuerst "ist nicht drin" zu brüllen, um Kritik am "hier, das sei euer überschaubares Schnittchen von der Torte" als undankbar klein zu schimpfen, so behält man die Fäden in der Hand. Und die Familiensprecherin der FPÖ gibt sich gleich nur genervt und nennt die Gesetzesvorlage über die eingetragene Partner_innenschaft überhaupt ein "unnützes Werk". Echt, das ist so was von Steinzeit!

16/11/2009 Terminus technicus

Sehnsucht und Eitelkeit sollten echt nicht verwechselt werden miteinander, schon gar nicht aber sollte die katholische Todsünde herangezogen werden, um zu rechtfertigen, wo atheistischerweise keine Rechtfertigung notwendig ist, weil Sehnsucht legitim. Lerne Lektionen!

11/11/2009 In Mode

Man schreibt wieder Gedichte,
findet außerdem Blumentapeten schön.


09/11/2009 Regeln. In Berlin

1. Berlin und Hamburg, wartet, ich komme!
2. Manchmal braucht ein gut funktionierendes Leben gut bekopfte Regeln.

03/11/2009 Respekt und nicht

Respektable Verhältnisse:

Einen alten, sehr alten Mann ehrlich vertieft in ein Englisch-Vokabelbuch gesehen.

Einen ca. 12-jährigen Jungen mit einem ca. 30-jährigen Begleiter (Vater? Betreuer? großer Bruder?) im Gespräch gesehen. Die beiden hatten eine Art, sich miteinander zu unterhalten, die meine Augen und Ohren an sie heftete. Dann stiegen sie aus.

Unrespektable Verhältnisse:

Der derzeitige Vorschlag zur Form der Eintragung der Homo-Ehe ("eingetragene Partnerschaft") zeugt davon, wie respektvoll in Österreich Homosexualität begegnet wird: nämlich gar nicht. Und außerdem: Änderungen des Standes müssen laut Gesetz beim Standesamt erfolgen. Eigentlich gibt es keinen Grund, das, wenn es um Homosexuelle geht, derart respektlos zu umgehen zu versuchen.

29/10/2009 Diese Uni ist besetzt - Reiche Eltern für alle!

Es ist schön, Lebenszeichen zu spüren, und Widerstand:

Copyright: unibrennt.at

Nur blöd, wenn man selbst nicht mitmacht. Da hat man 1 schlechtes Gewissen, weil man selbst so wenig gibt, gibt sich deshalb solidarisch, meint es auch so, und führt einen Sack Essen rüber, kleinlaut, damit die anderen für eine_n durchhalten (damit man nicht selber muss), und das schlechte Gewissen wird nur minimal weniger. Dabei ist schlechtes Gewissen doch etwas Katholisches und daher: müsste es nicht sein, oder? Manchmal doch.

26/10/2009 Seit heute DJane

Ich bewohne jetzt das DJ NOAH Kollektiv und freue mich nicht gerade wenig darüber, sprich: Schneekönig_in. Weitere Infos folgen, wenn die Zeit dafür reif ist.

09/10/2009 Weibliche Achselhöhlenwelten

1 Freund hat mich bzw. mein widergespiegeltes Konterfei für die Akademie fotografiert.
Dafür musste ich leider Haare lassen, aber naja, alles für die Kunst. Das Ergebnis jedenfalls ist ganz wunderbar und so:

Copyright: Lukas Hochrieder

08/10/2009 Viel Zitationsgut und 1 literarisches Lebenszeichen

Was ich heute hörte und mir - sozusagen - auf der Zunge zergehen ließ:

"...ist meine Meinung, aber das ist jetzt mal provisorisch zu nehmen..."
"...in seiner Kargheit opulent..."
"...jedes Wort kann kippen und ist eine Falltüre..."
"...wie Kindersprache: 1 Wort bedeutet alles..."

und außerdem: gibt's wieder neue Texte unter - jip - Texte

02/10/2009 Autos küssen

Wäre ich tot, wäre es nicht nur schade um Bücher, die niemand mehr geschrieben hätte.

30/09/2009 Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs

Das war's.

27/09/2009 Allen, Chaplin, Polanski und so

1978: Der 43-jährige Filmregisseur Roman Polanski vergewaltigt eine 13-Jährige US-Amerikanerin, bekennt sich schuldig, will Strafminderung mit Hilfe der Umformulierung "Interesse an Sex mit Minderjährigen". Flüchtet. 2009: Die USA fordern von der Schweiz seine Auslieferung. Die Schweiz und das Zürich Film Festival, auch sein Ursprungsland Polen, entrüstet. Eine "groteske Justizposse" sei das, erklärt der Verband der Regisseure. Und der französische Kulturminister meint, dem alten Verfahren würde ein "übertriebener Wert" beigemessen. Ich mag das alles nicht glauben und muss es wohl doch! Alles ältere Männer, die nicht wissen, "was sich gehört", um es mal so zu sagen.

06/09/2009 Meine Wohnung, meine Gürtelrose

"Home" gesehen. Finde Gürtel vor der Tür nun gar nicht mehr so schlimm. Nur ob einer eventuellen Bleivergiftung mach ich mir kleine Sorgen.

03/09/2009 Aus Kalkül bestimmt sein

"Nie hatte er sich zum Schreiben bestimmt gewußt, [...]. Wenn Bestimmung, so mußte diese von ihm kommen, von ihm allein. Er selber hatte zu versuchen, sich zu bestimmen, [...]."
(Peter Handke: Die morawische Nacht)

01/09/2009 Weihnachtserzählung

Heute lustigste Kurzgeschichte ever gehört.
"A Sackerl a?"

29/08/2009 Selbsteinschätzung

Bin Superwoman mit Superkräften.

28/08/2009 Vorhang auf für eine Horrorshow

Ich lese gerade "daß jede Person in gewissem Maße ein Horrorkabinett ist und daß daher zivilisierte Beziehungen zwischen Personen nur so weit gelingen, wie die häßlichen kleinen Geheimnisse des Begehrens, der Habgier, des Neids darin eingeschlossen bleiben" (Richard Sennett: Tyrannei der Intimität) und bin ganz anders drauf: Mag meinen Horror nicht ein Leben lang herumtragen mit mir, sondern ihn abwerfen irgendwann, zB bei den Cliffs of Moher dann. Und gestern viele Gespräche geführt, die mich zum Ergebnis haben kommen lassen: Ich akzeptiere das Horrorkabinett in mir und allen davon betroffenen anderen, aber ich wünsche mir und allen davon betroffenen anderen, es teilen zu können, um nicht allein damit zu sein und es los zu werden irgendwann, zB bei den Cliffs of Moher dann. Und manchmal wundere ich mich außerdem, was so ein Mensch alles ertragen können muss und kann. Wir sind schon irgendwie gemacht zum Durchbeißen...

27/08/2009 Humbert Humbert als Zielgruppe?

Die Mädchen, die auf den Kindermode-Plakaten von H&M auf sexuell attraktiv machen (müssen), müssen auch immer mehr auf sexuell attraktiv machen. (Die Buben übrigens bleiben Buben.)

24/08/2009 Das ist alles irgendwie zu schaffen

Das Leben muss gemeistert werden. Aber irgendwie geht das immer.
Mehr weise Sprüchlein auf Anfrage.

24/07/2009 Umzug

Brand
Gloggnitz
Schruns
Dalaas
Bürs
Wien
Leipzig

Eignungsprüfung geschafft: ab Herbst 2010 Zweitwohnsitz in Leipzig aufziehen und Studium des Literarischen Schreibens am Deutschen Literaturinstitut Leipzig

Die Freude ist groß:



P.S.: Mäzene und ihre weiblichen Pendants sind jederzeit willkommen! Stipendien nehme ich auch.

19/07/2009 Rettung in Reichweite

Park. Wiese. Wien.
Könnte aber wohl überall sein.
Junge Frau und junger Mann spielen Volleyball.
Frau macht Anstoß, Anstoß misslingt.
Frau sagt: "Ich bin ein Mädchen, ich muss das nicht können."
Dabei lacht sie kokett, aber auch peinlich berührt.
Das und das davor ist sehr schade.
Aber mit Feminismus zum Glück hinzukriegen.

18/07/2009 Ich bremse auch für Frauen und Kinder

Schutzzone! Hier bitte langsam fahren: Frauen mit Kindern unterwegs.
Wer auch sonst?

11/07/2009 Deutschland, ein Sommermärchen

Leipzig ist sympathisch.
Nürnberg ist entzückend.
Mit der deutschen Bahn fahre ich lieber.
Und Kinder sind so lustig:
2 spielen Uno.
Sie, 6 Jahre: "Hast du eine blaue?"
Er, 4 Jahre: "Oh oh, jetzt wird's spannend."
Sie: "Dann halt eine gelbe."
Er: " Ja, gelbe hab ich viele."
Der Zug fährt in den Bahnhof ein und wieder weiter.
Er: "Mama! Sind wir jetzt da-a?"
Mutter: "Nein, weil dann wären wir eh zu spät..."
Er: "Ich wünsche mir rot."
Mutter: "Aber du hast ja gar keine rote."
Er: "Aber ich wünsche mir rot."
Sie: "Du musst dir schon wünschen, was du brauchst. Es kommt nicht auf schöne Farben an."

07/07/2009 Ich fühle mich dem Atheismus näher

Gott ist tot. Jedenfalls für mich gestorben. Und zwar ganz und gar nicht im eigentlichen Sinn, sondern im sprichwörtlichen. Deshalb befürworte ich sehr die Anti-Gott-Kampagnen, die in der ganzen Welt so herumschwirren derzeit. In Wien wurde auch versucht zu schwirren. Aber angeblich ist das mit dem tiefen religiösen Verständnis der Wiener und Wienerinnen nicht vereinbar, der bereits bei der Gewista unterschriebene Plakatkampagnen-Vertrag wurde wieder aufgelöst, naja. Da frag ich mich aber schon, wieso es mit dem eben so gar nicht religiösen Verständnis von Atheisten und Atheistinnen zu vereinbaren ist, wenn die Katholische Kirche-Plakatkampagne tagaus tagein auf Bussen, Bims und Citylights prangt (nur zur Erinnerung: "Zu Weihnachten ist Jesus Christus geboren. Ein Fest der Freude für die Menschen.":, "Zu Ostern ist Jesus Christus" usw. usf.) Die Menschen, das bin sicher nicht ich. Und viele andere - Gott sei..., zum Glück auch nicht. Denn: Gott ist tot, tot, tot auf ewig!

11/06/2009 1x mehr geschlechter(un)sensibel

"... doch während du mir deine tragische Geschichte erzähltest, verwandte ich kein Auge von meiner Lieblingin." (E.T.A. Hoffmann: Des Vetters Eckfenster, ca. 1822)

"Warum brachten seit so vielen Jahren die meisten unserer Kavaliere von ihren Pariser Reisen ihren Schwestern und Verwandtinnen unter tausenderlei verderblichen Modenachrichten, nicht auch diese mit, die alles andere verbessert hätte?" (Sophie von La Roche: Geschichte des Fräuleins von Sternheim, 1771)

"er was gast, unt si gestin - mir ist freude gestîn, hôhmuot gast" (Die Gästin in Wolframs von Eschenbach Parzival, 1. Jahrzehnt des 13. Jh.s)

Wer hat im EU-Wahlkampf mit "LinkInnen" geätzt? Echt, mich beeindruckt das nicht! Link_innen vorwärts!

30/05/2009 Ich! Bin! Für Artenvielfalt!

Mann und Frau ist echt zu wenig zum Operieren. Und die Frau mit zarten Händen und der Mann mit behaarten Beinen irgendwie auch. Wie wär's mit Alternativvorschlägen?

22/05/2009 Der Rolle gerecht werden

Geht ein Mann, Vater wahrscheinlich, die Straße entlang, schiebt den Kinderwagen mit nur einer Hand, neben dem Wagen her gehend, als schiebe er zufällig nur. Warum? - ist's doch bestimmt nicht die bequemste Art des Fortkommens.

21/05/2009 Wem kann man noch trauen, wenn

Dirk von Lowtzow aus einem Viervierteltakt einen Dreivierteltakt macht und das Ergebnis gewollt "verweiblicht oder verweichlicht" und sich selbst eine "Halbschwuchtel" nennt, ohne es wahrscheinlich gaypridelike zu tun, um das Wort positiv umzukehren! (S. Falter 20/09)

20/05/2009 Dick und gut

"Wir sind dick und das ist gut so", sagt die FEMINISTISCHE AKTIONSGRUPPE DICKER FRAUEN in ihrem Aufruf an alle, die was für's dicke Selbstverständnis tun, die "gegen Diskriminierung und Schlankheitsterror, für Vielfalt und positive Selbstbilder" eintreten wollen. Da können sich viele eine Scheibe abschneiden, tät ich sagen. Den 1. Termin hab ich leider schon verpasst, aber Infos über weitere Treffs und Aktionen gibt es sicher beizeiten unter Nana Power)

19/05/2009 1x feministisch nachbearbeiten, bitte!

Gut, geh ich also in die Trafik und kauf mir nach langer Überlegung doch dieses teure Heft, das im Untertitel vielversprechend "Das andere Frauenmagazin" genannt wird. Geh ich heim damit, schlaf eine Nacht drüber, blättere rein, bin enttäscht. Nicht nur, dass es Werbeanzeigen wie alle Frauenmagazine enthält ("Das Schutzschild, das die Jugend Ihrer Haut bewahrt."), von Werbeanzeigen leben Zeitungen größtenteils, okay (auch wenn hier eine Grundethik verfolgt werden müsste!), aber auch die Berichterstattung lässt zu wünschen übrig: Es werden CD's großer Musiker präsentiert, es spricht ein Mathematik-Professor als Experte, es schreiben Männer die großen Kolumnen, von denen in einer noch dazu die Rede davon ist, dass Männer die besseren Mütter wären, weil sie doch von Natur aus mehr Stolz auf und weniger Sorge um die Kinder in sich trügen. Bebildert und illustriert wird durchwegs nur mit Frauen, die dem gängigen Ideal entsprechen und für Geschlechterforschung hat das "andere Frauenmagazin" gerade mal einen heißen 800-Zeichen-Absatz übrig. Als wäre es nicht endlich, endLICH, ENDLICH an der Zeit mal deftig Frauen-Vorbilder vorzulegen und traditionelles Geschlechter-Gedankengut zu hinterfragen. Mm, solange nicht feministisch drauf steht, ist einfach nicht feministisch drin.

12/05/2009 Geschäfte machen

Was ich heute gelernt habe:
1. Das Feministinnendasein ist ein mühsames Geschäft.
2. Helmut Graupner vom Rechtskomitee Lambda hat beim VwGH erkämpft, dass für eine Änderung des Geschlechts in den Urkunden bei Mann-zu-Frau-Transsexuellen keine genitalverändernde/-anpassende Operation mehr befohlen ist.
3. Auf der Linie 2 fährt erstmals eine Kopftuchträgerin Straßenbahn. Schön.
4. Gehsteig-Gueruilleros und -Gueruilleras in Wien setzen sich auf die Straße: "Urbaner Freiraum für alle, nicht nur für Dachterrassenbesitzer." Klassenkampf! Denn Macht definiert sich im Raum.
5. Nun sind, wie die Katholische Kirche schon längst, auch die Zeugen Jehovas in Österreich gesetzlich anerkannt. Ui.

06/05/2009 Muttertag

Um den Muttertag herum schaue ich lieber nicht zu viel auf Werbeanzeigen, denn dann werde ich nur noch bitterfotziger (s. "Bitterfotze"). Bis zum Vatertag!

01/05/2009 Körperbehaarung

Wenn Bianca Casady von

sich mit Achselhaaren und aufgeklebtem Schnauzbart auf die Bühne stellt, glaube ich zu wissen, was sie mir sagen will. Bianca, lass mich in deine unrasierte Achsel schnüffeln! Denn was bei Männern männlich ist, kann bei Frauen nicht unhygienisch sein.

14/04/2009 Literatureinfall

Warum überlegt jemand zwei Mal, ob er/sie einem Mann einen Roman einer Schriftstellerin schenken soll, aber Romane von Schriftstellern werden an Frauen verschenkt ohne nachzudenken? Weil Literatur männlich "ist".

09/04/2009 Wer macht was?

Die, die ihre Scham-/Achsel-/Bein-Haare nicht rasiert oder die, die sie rasiert? -- Die Aktion setzt das Zeichen, sagt mein Freund, und Recht hat er.

08/04/2009 Beten als Allheilmittel

Der Papst betet für die Erdbebenopfer in den Abruzzen? Da kann er lange beten...

30/03/2009 Damit leben müssen

Warum ist es so selbstverständlich, dass mir ein Mann hinterherpfeift oder mir lasziv die Zunge entgegenstreckt? Weil ich eine Frau bin. Warum wünscht mir irgendein am Straßenrand stehender fremder Mann selbstsicher und aufdringlich einen guten Appetit, wenn ich unterwegs meine Pizza verdrücke? Weil ich eine Frau bin. Usw. usf. -- Und warum ist keine Frau sexuell autonom? Weil keine Frau in der Nacht durch den dunklen Park gehen kann, ohne Angst zu haben. (Catharine MacKinnon)

10/02/2009 Nachgelesen

Roland Mückstein hat Barbara Rosenkranz' "MenschInnen" rezensiert. Nachlesen!

09/02/2009 Island macht's vor

In Island ist erstmals eine (bekennende) Lesbe im Amt, nämlich die sozialdemokratische Ministerpräsidentin Johanna Sigurdardottir. Da können sich alle andern eine Scheibe abschneiden. Quasi.

26/01/2009 Selber schuld, meine Liebe! Selber schuld, meine Liebe?

In Italien ist immer was los. Regierungschef Berlusconi über die jüngsten Vergewaltigungen und seine Ideen, wie die Regierung Frauen vor (sexueller) Gewalt schützen könnte: "Wir müssten so viele Soldaten haben, wie es in Italien schöne Frauen gibt. Ich glaube wir werden es niemals schaffen." Der Gedanke der weiblichen Eigenbeteiligung ist aber wohl kein nur italienischer.

24/01/2009 Wir brauchen eine Frauenbewegung!

"Itty Bitty Titty Committee" C(I)A sind clits in action!

20/01/2009 Inaugurationsinspiration

Schön, schön erst mal. Und jetzt gebe ich Obama 2 Amtszeiten. Danach will ich eine lesbische Präsidentin. Wir verstehn uns?

14/12/2008 Dress Codes entlang der soziokulturellen Geschlechtergrenze

Das "Weekend Madazin" kommt gratis in alle Haushalte, freitags, und mit wunderbar viel Berichterstattung, die auf Journalistisch tut, aber irgendwie doch was anderes ist. Zudem ist auf jedem Bild eine Frau mit drauf, sei es, um eine Couch zu bewerben oder sei es, um einen Geschäftsmann "in charmanter Begleitung" zu zeigen, Frauen sind immer mit dabei - aber das ist kein Fehler, der ausschließlich diesem Magazin anzukreiden wäre. Und Berichterstattung über Promis fehlt auch nicht. Abgekupfert von diversen Frauenmagazinen ist dabei zB diese "Wunderbar/Sonderbar"-Kleidungsbesprechung, wo 2 Frauen einander gegenübergestellt werden, weil die eine ganz toll angezogen sei, die andere etwas weniger:
"Brust raus? Mit dem Dekolleté ist das so eine Sache. Frau sollte nicht zu viel preisgeben, aber auch nicht als Tante Gouvernante auftreten. Sängerin Pires würde ja gerne etwas mehr zeigen, nur ist da leider nichts zu sehen. Stargeigerin Lydia Baich kündigt Großes an, hält sich aber trotzdem bedeckt. Bravo!"
Wenn ihr meine Meinung hören wollt: Busen werden überschätzt.

05/12/2008 Einmal nicht wissen wollen, worum es geht

"Experimentelle Literatur kann vieles leisten - sehen Sie das Unpräzise dieser Formel nach -, darunter auch den Hinweis, dass die ansozialisierte Rezeptionsvorliebe: Geschichte Geschichte Geschichte nicht alles sein kann." (Hannex Luxbacher, 22.1.2001, Rezension zu "leichte reisen von einem ende der erde" von Lisa Spalt auf www.literaturhaus.at)

04/12/2008 Erste Früchte einer neuen PartnerInnenschaft

VP-Wirtschaftsminister Mitterlehner erteilt gleich zu Beginn eine Absage an die Koalitionspartnerin SPÖ. Die von SP-Frauenministerin Heinisch-Hosek vorgeschlagene verpflichtende 40 Prozent-Frauenquote in Aufsichtsräten wird gleich mal der Lächerlichkeit preisgegeben: Bloße Willkür seien solche Quoten und entscheidend seien letztlich immer noch Qualität und Angebot. Fällt der ÖVP (und allen anderen, die dieser Meinung - denn was anderes ist das nicht - anhängen) denn nicht auf, dass 40 Prozent sowieso auch schon nicht gerecht sind?! Und ist noch niemandem zu Ohren gekommen, dass verpflichtende Quoten in z.B. Skandinavien auch superbst funktionieren und keine weiblichen Dummnüsse an den Verhandlungstischen sitzen und Däumchen drehen, während sie die Zehennägel lackieren?! Ohne Quoten keine Chancen. Von 1.000 österreichischen Unternehmen, die ihre Bilanz offen legen müssen, sind derzeit nur in 24 Chefinnen. Peinlich. Aber eben nicht allen peinlich genug. Dabei haben nachweislich immer mehr Frauen als Männer die bessere Bildung. Eine eventuell fehlende Qualität als Grund für dieses gesellschaftliche No-No anzuführen ist unterstes Niveau. Aber wen wundert's! Resümierend kann festgehalten werden: Das kommt davon, wenn die Ressorts so und nicht anders verteilt werden. Bin gespannt, was das Innenministerium sich so alles ausdenken wird. Mit den hochnäsig um Heimat und Patriotismus und damit um Ausschluss angesiedelten Wahlplakaten der ÖVP ("Jetzt reicht's! Wer bei uns lebt, muss auch Deutsch können! ") und Fekters Meinung - denn was anderes ist das nicht -, AsylwerberInnen seien potenzielle Kriminelle (was, wenn sie das sagt, miteinschließt, dass Kriminalität manchen einfach im Blut liege, womit wir wieder im 17. Jahrhundert angelangt wären), ist die Richtung ja schon mal vorgegeben. Ein Spaß!

02/12/2008 Es wäre durchaus wert, einen Gedanken daran zu verschwenden, wer im Nationalrat sitzt

Zum Beispiel und unter anderen Karlheinz Klement. Wenn der (immer wieder mal FPÖ-beteiligte) Abgeordnete auf seiner Homepage einen Artikel veröffentlicht, den zwar nicht er selbst geschrieben hat (habe), sondern "ein unbekannter Autor" geschrieben hat (habe), diesen aber positiv kommentiert, wissen wir, wie der Hase läft. Jörg Haider ist tot, es lebe Jörg Haider! Allen SpötterInnen, die es bedenklich finden, dass dieser Mann ein Begräbnis erhält, das einem Staatsbegräbnis in seinem Pomp um nichts nachsteht, die sich nur noch darüber verwundern, dass 50.000 Personen mit Hofer-Grabkerzen und (Sag es durch die Blume!) Blumenkränzen aufzumarschieren und kollektiv zu trauern, sei von Klement gesagt: "Darf es in Österreich oder Deutschland keine Polititker mehr geben, die ihr Land lieben und sich für ihr Volk einsetzen?" Ich sage ja: Nein danke, mir graust! Und warum mir graust, zeigt der Artikel, den zwar nicht Klement selbst geschrieben hat (habe), sondern "ein unbekannter Autor" geschrieben hat (habe), den Klement aber positiv kommentiert. Betitelt mit "Erez Israel gelb vor Neid wegen Volkstrauer bei Haider-Begräbnis" zeigt der Artikel auch ohne jegliches Talent zur Hellseherei, worum es geht: Um Antisemitismus, den unser liebes "Volk" tief in der Magengrube noch immer spazieren trägt: "Nicht nur Deutsche werden es in der Vergangenheit bemerkt haben, dass an politisch korrekten Gedenktagen, wie St. Holockauscht oder dem 8. Mai die Zahl der wirklich Gedenkenden in eher mageren Grenzen hält, [...]. [...] Auch beim Ableben führender Juden, wir erinnern in diesem Zusammenhang an Figuren wie Ignaz Bubis oder Paul Spiegel – auf Schalotte Knoblochs Ableben müssen wir noch ein wenig warten – hält sich echte Trauer in überschaubaren Grenzen. [...] Ja, da staunt der Jude und wundert sich, wieso bei Haider und nicht bei seinesgleichen. [...] Und das weiß auch die israelische Presse. Wenn man dort daher meint erinnern zu müssen, dass im April 1938 99,7 Prozent der Österreicher in freier Wahl für den Anschluss an Deutschland stimmten und später in Wehrmacht und SS ihren Beitrag zum Kampf um Deutschland leisteten, was in Israel natürlich mit Judenmord identisch gesehen wird, dann können wir unseren jüdischen Freunden nur sagen: Hier könnt ihr mal sehen, dass die Geschichte noch längst nicht zu Ende ist und man nicht glauben solle, nur weil einige Regierungen sich vor Zionistenhörigkeit förmlich überschlagen, ihre Völker dies auch tun. [...] Die israelische Presse meint, dass die Österreicher nichts aus der Geschichte gelernt haben, hm, vielleicht ist es aber auch so, dass noch Andere nicht aus der Geschichte gelernt haben. Ja mehr noch, dass ihnen eine Lektion der Geschichte nicht gelangt hat, sie partout Wert darauf legen, dass man ihnen noch eine zweite bereitet." Weil sich Geschichte wiederholt. -- Aber wenigstens hat das Wiener Bezirksblatt (11/08) eine gute Nachricht, denn "70 Jahre nach dem Holocaust präsentiert sich das jüdische Wien selbstbewusst und fröhlich." Schluck.

25/11/2008 Notizen

"ich bin eine frau, also körper, ich bin der körper, ich bin die vagina, ich bin die bewegung im raum, ich bin das loch, ich bin das gebären, ich bin das unsagbare, ich bin das, was außerhalb der sprache liegt, ich bin ein bild in egons kopf. [...] ich bin die frau. ich bin der körper. ich bin schön. ich habe glatte haut. ich bin das loch. ich bin porös. ich habe glatte außengrenzen. meine brüste greift man gerne an. ich bin die pore, die egon offen steht." (Philipp Weiß: egon. Ein Kunst-Stück)

"Außer daß ich eine Frau bin statt ein Mann" (Werner Fritsch: Nico. Sphinx aus Eis. Monolog)

"Und es war nicht wirklich anders. Andes als bei allen anderen. Die fällten eben die Diagnose eines Geschlechts. Übereinander. Die sagten, das ist ein Mann und den liebe ich jetzt. Oder eine Frau. Oder was immer. [...] Aber die anderen. Die konnten sich von der Diagnose ihres Geschlechts ja auch nicht erholen. Die mussten dann ja auch für immer die Frau bleiben. Oder der Mann. Oder was immer." (Marlene Streeruwitz: Morire in levitate. Novelle)

14/11/2008 Zukunftsfragen

Als Feministin gehöre ich eh schon zur gesellschaftlich nicht so sehr angesehenen bis verfemten Gruppe. Wenn ich mir jetzt die zukünftige Wiederaufnahme (m)eines Vollzeitberufes nach dem zu Ende gehenden Studium ausmale, komme ich zur kläglichen Einsicht: Als Feministin sowie als (derzeitige) Achsel- und Beinhaarträgerin bin ich beruflich unvermittelbar. Wer lässt mich schon mit meinem Witz und Esprit, meiner Professionalität und Geviftheit an KundInnen los, wenn ich bepelzt bin? Erstens wirke ich unhygienisch, dabei dusche ich in Intervallen wie eh und je, da hat sich auch niemand beschwert. Und zweitens wirke ich wie die typische, als unsympathisch und fundamentalistisch eingestufte Fingerzeigfeministin. Dabei rasiere ich mich nicht, weil ich, jaja, als Feministin eh halb Mann bin und dementsprechend einem "männlichen" Typus hinterherhänge, sondern weil ich mit der braven Rasur in der Achsel und am Bein die stereotype Geschlechterdichotomie (Mann=hart, Frau=zart) erst noch unterschreiben würde und ich dazu derzeit keine Lust verspür. Weil mal ehrlich: Männer sind von der (beruflichen) Gesellschaft schon auch dazu angehalten, sich zu rasieren, im Gesicht zumindest. Doch tun sie's mal nicht, ist das kein Grund sich zu schämen, sondern ein Dreitagesbart. Und alles über'm Dreitagesbart ist ein Bart. Wenn gepflegt, ist das (schon noch) ok. Als gesichtsbehaarter Mann kann man's immer noch leicht in die Chefetage schaffen. Wobei ein gepflegter Bart, vielleicht sogar ein Bartmuster (z.B. der Streifen übers Kinn) die Chancen in hippen Kreisen meiner Einschätzung nach noch anheizt. Die Frau jedoch ist bei ungewöhnlich viel Behaarung "keine richtige Frau" mehr. Und Ekel erregend ist sie noch dazu. Seh ich eigentlich nicht ein. Muss ich aber wohl, wenn ich nicht von der Hand in den Mund leben will. Aber jetzt erst mal bleiben die Haare, denn die Scham kitzelt lustig, die Achsel wird noch lieber gestreichelt, die Beine sparen Zeit. Und in die Knie geh ich ein ander Mal.

24/10/2008 Die Übermacht des Phallus

Einer inszeniert ein Theaterstück rund um's Thema Sex und antwortet auf die Frage, warum Sex in seiner reinsten Form auf der Bühne selbst aber nicht vorkommt, mit: "Man kann Sex auf der Bühne schwer zeigen ohne einen erigierten Penis." Ich schelte diese Ignoranz, wenn ich darf, ach! ich darf!, denn Sex zwischen zwei Frauen ist ja wohl genauso Sex zu nennen wie der "normale" Heterosex. Und nicht penetrativer Sex ist auch eine coole Möglichkeit.

12/10/2008 Naturgesetze

Und die Universitätsassistentin hat erzählt, dass, als sie kurz vor der Matura stand, ein Professor ihr riet, bei der mündlichen Prüfung aber einen Rock zu tragen, sonst würde sie mit großer Wahrscheinlichkeit fliegen. Sie weigerte sich. Flog nicht. Knapp trotzdem. Und die M. erzählt, dass, als ihre Mutter jung war, sie abgeänderte Diensthosen ihres Vaters tragen musste und manchmal von der Schule wieder heim geschickt wurde, weil eine Hose kein Rock war. -- Und ich, ich lasse mir jetzt Achselhaare stehen, noch unsicher, logisch, nach 28 Jahren traditionellem Frauen(körper)bild, bald aber selbstsicher und mit Stolz, aus Trotz nämlich. Weil der Mensch (entgegen religiösen Phantasien) ja doch vom Affen abstammt. Mh, die Frau auch.

15/07/2008 Alte Frau, rüstige Frau

Patti Smith in der Arena. Und ich war nicht nur dabei, nein, sondern hab auch fotografiert, jawoll: "Jesus died for somebody's sins but not mine"

29/09/2008 Nationalratswahlen in Österreich am 28. September 2008 oder Ein Land geht nach rechts

"Politisch hätte es einen Reiz irgendwas zu machen, wenn man gegen jede 'Vergewaltigung' des Menschen etwas ausrichten könnte, [...]. Das ist natürlich kein Programm u. außerdem sogenannter Idealismus." (Hermann Broch: Das Teesdorfer Tagebuch für Ea von Allesch - 26.VII.1920)

02/09/2008 In Arbeit

Diese Seite wird bald vervollkommnet sein. Vollkommen sowieso.

01/09/2008 Aha?

Kinderspielplatz im 20. Wiener Gemeindebezirk. Ein Schiffsbug, auf dem die Kinder Schifffahrt spielen. Ein Mädchen möchte den Ton angeben. Ein (junger, lässiger) Mann, der einige Kinder betreut, sagt: " Nein, das geht nicht, der Kapitän ist immer ein Mann." Also muss der einzige Bub der Truppe den Marsch blasen. So sieht's aus. Kläglich.

08/02/2008 Dramaturgie

"Weil Texte werden gespielt, merkt euch das!" (Ems' ganz richtige Wortmeldung beim gestrigen führdichauf im Theater Dschungel)

05/12/2007 Schwulen-/Lesbenwitze sind out

Kampagne gegen Homophobie : Nachlesen unter Ö1 und unter Courage ; "Witze über Homosexuelle seien ein Zeichen für eine Grundstimmung in der Gesellschaft, sagt Johannes Wahala von der Beratungsstelle Courage. Die Diskriminierung von Homosexuellen beginne bei der Konfrontation mit unhaltbaren Vorurteilen und führe über Beschimpfungen, Mobbing am Arbeitsplatz und sozialer Ausgrenzung bis zu Drohungen und sogar offener körperlicher Gewalt, so Wahala." : Also bitte, lass stecken!

20/10/2007 Wer sagt's denn?! Geht doch

Na endlich! : Die Welt weiß, dass sie mich braucht! Bin beim litarena-Literaturwettbewerb der Literarischen Gesellschaft St. Pölten unter die letzten 20 gekommen. Ja, ihr mögt euch denken "Schon wieder! Wurde ja auch bei fm4 nichts!", aber, meine Lieben, diesmal werd ich veröffentlicht, unentgeltlich zwar, aber da muss man ja als Schreibende/r durch (jede/r kriegt was außer der/dem Schreibenden). Die ersten 2 Plätze wurden von zwei deutschen Schriftstellerinnen belegt, der 3. Platz ging an Philipp Weiss. Ich gratuliere und bin's ganz zufrieden mit meinem Plätzchen unter den anderen 17.

27/07/2007 Niete

Haarscharf sei's gewesen, doch das hilft leider auch nichts mehr, weil : Niete! : Ich hab's nicht vom Finale unter die 10 Wortlaut-Gewinner des FM4-Literaturwettbewerbs geschafft : Die Trauerfeier findet heute um 20 Uhr im Vestibül des k.u.k. Hofburgtheaters statt, dort werde ich mit namhaften Größen aus Schauspielerei und Politik feierlich die Hoffnung zu Grabe tragen : Bis dahin bleibt mir die Reaktion eines Verliererkollegen des letzten Jahrs : "Solange ich nicht unter den Gewinnern bin, ist dieser Wettbewerb eine Farce!" : Im Übrigen las ich heute ein paar kluge Worte zum Stichwort Erfolg : "Erfolgreich ist, wer 1x mehr aufsteht als liegen bleibt." : Das nehm ich gern zu Herzen mir, aber jetzt, jetzt möcht ich noch etwas liegen bleiben...

02/07/2007 Bewerben

Wortlaut. Der fm4-Literaturwettbewerb : Mein erster Wettbewerb und sogleich unter den ersten 20+1! Heut ist ein schöner Tag :) Und um mal kurz zu prahlen mit ganz schön hohen Zahlen: Ca. 900 eingereichte Texte, davon die ersten 21 (ach was! die besten 21) von der Vorjury (fm4-Redaktion) ausgewählt (ach was! auserwählt) und nun ab in die nächste Runde zur Hauptjury bestehend aus Arno Geiger, Tex Rubinowitz, Jessica Hausner, Christian Kracht und der Vorjahressiegerin Yvonne Giedenbacher. Anfang August stehen die ersten 10 fest. Bis dahin die Stunden wie Tage!

06/06/2007 Urbanitäten

Heut morgen in den Wiener Linien eine Lehrerin zu ihren SchülerInnen : "Die Leute aussteigen lassen! Flexibel sein! Aussteigen lassen! Flexibel sein!" Und die mysteriöse Aufschrift auf einem Geschäftslokal : "Reale Literatur und Videos. Im Klartext spricht der Heilige Geist." Na denn, ich bitte Klartext zu sprechen und Medium!